Marco Polo Reisen - Reise in der Gruppe - Entdecker

Entdeckerreisen im Team

Reise in der Gruppe - Entdecker

Äthiopien
Das Dach Afrikas

Reise-Nr. ST 7240

zur Buchung

  • Äthiopien im Überblick
    Die Kulturzentren an der Historischen Route
    Drei Tage in Lalibela
    Zeitsparende Inlandsflüge

    Eine Rundreise wie ein History-Thriller in einer dramatischen Landschaft. Dort, wo die Berge hoch zum Himmel aufragen, wo die Flüsse sich durch tiefe Schluchten ihre Wege bahnen, leben stolze Menschen, die sich als Einzige in Afrika dauerhaft den Kolonialmächten widersetzen konnten. In diesem Land erkunden wir von Engeln erbaute Kirchen, besuchen die Wiege des Christentums, erforschen den Aufbewahrungsort der Bundeslade - und begegnen einer drei Millionen Jahre alten Frau. Dieses Abenteuer bringt uns zum Ursprung der Menschheit und zur Quelle des Elixiers, das sie täglich antreibt: traumhaft guter Kaffee.

    price ab 2129 € (ca. 2253 CHF) pro Person (ggf. zuzüglich Flugzuschlag)

    Im angegebenen Zeitraum bieten wir 2 Abreisetermine an.

    Weitere wichtige Informationen
    Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Kataloge und Beratung .
  • 1. Tag, Mittwoch, 28.10.2020: Flug nach Äthiopien

    Am späten Abend Flug mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nach Addis Abeba (Flugdauer ca. 7 Std.).

    2. Tag, Donnerstag, 29.10.2020: Addis Abeba

    Morgens landen Sie in Addis Abeba, wo Ihr Marco Polo Scout Sie erwartet. Erst mal zum Hotel und frühstücken. Dann gestärkt auf Citytour in der mit 2350 m Höhe vierthöchst gelegenen Hauptstadt der Welt und Startschuss zu Ihrer Rundreise: Chaos, Gelassenheit und Dynamik, Bretterbuden und Bankpaläste. Im Nationalmuseum treffen wir Lucy: 3,2 Millionen Jahre alt und immer noch top in Form. In Äthiopien spielen die Anfangskapitel der Menschheits-, aber auch der Kaffeegeschichte: Eine erste Kostprobe gibt's im Museumscafé. Beim Welcome-Dinner steht das Nationalgericht auf dem Tisch: Injera, Fladen aus Zwerghirse, mit würzigen Saucen. (F/A)

    3. Tag, Freitag, 30.10.2020: Addis Abeba - Axum

    Morgens Flug nach Axum – heute Kleinstadt, in der Antike Kulturmetropole und erste christliche Hauptstadt der Welt. Für die äthiopisch-orthodoxen Christen bis heute der heiligste Ort auf Erden. Ein Ort voller Geheimnisse für alle anderen. Regierte hier die sagenhafte Königin von Saba? Wird in der Kirche der heiligen Maria von Zion tatsächlich die israelitische Bundeslade mit den Gesetzestafeln des Moses gehütet? Reinschauen streng verboten. Glauben erlaubt. Noch ein Rätsel der Geschichte: Wer errichtete die 30 m hohen Steinsäulen rund um die Stadt? Wie und warum? Vielleicht grübeln Sie am Spätnachmittag bei einem äthiopischen Hirsebier weiter. Zwei Übernachtungen in Axum. (F/A)

    4. Tag, Samstag, 31.10.2020: Adua und Yeha

    Markttag in Adua: Völkerwanderung zum Markt, manche Besucher auf Eseln, die meisten zu Fuß. Henna, Kaffeebohnen und bunte Gewänder stapeln sich. Ziegen und Kühe wechseln unter lautstarkem Feilschen die Besitzer. Und wir sind dabei, sind Teil des Spektakels. Dann wird es wieder mystisch: Der Mondtempel von Yeha trotzte 25 Jahrhunderte den Naturgewalten. Das älteste Bauwerk des Landes? Genauso geheimnisvoll nebenan: Abba Aftse, wo Archäologen immer noch über Inschriften rätseln. (F/A)

    5. Tag, Sonntag, 01.11.2020: Axum - Lalibela

    Vormittags Flug nach Lalibela. Inmitten grandioser Bergwelt liegt in 2400 m Höhe der bedeutendste Pilgerort der äthiopischen Christenheit, in den die Pilger zu den Festen von weit her kommen. Nachmittags sammeln wir gemeinsam schon mal erste Eindrücke von diesem nahezu mystischen Ort. Und bevor sich die Nacht tiefschwarz über Lalibela senkt, nehmen wir live an einer äthiopischen Kaffeezeremonie teil. Drei Übernachtungen in Lalibela. (F/A)

    6. Tag, Montag, 02.11.2020: Lalibela

    Elf Kirchen ließ König Lalibela bauen – von Engeln, behaupten die Äthiopier. Engelswerke? Auf jeden Fall Wunderwerke, in einem einzigen Stück in den roten Tuffstein gehauen. Also Taschenlampe nicht vergessen, wenn wir ins mystische Halbdunkel hinabsteigen und uns durch lange Gänge, Gräben, Tunnel und Felsbrücken von Kirche zu Kirche tasten. Symbole, Malereien, heilige Stille. An Festtagen unterbrochen von den Gesängen der in farbige Gewänder gehüllten Priester. Wir kraxeln weiter, dem Höhepunkt entgegen: die St.-Georgs-Kirche, die uralt und unerschütterlich im Felsgraben steht. (F/A)

    7. Tag, Dienstag, 03.11.2020: Lalibela

    Ein Tag für Ihre persönlichen Entdeckungen. Einfach die spirituelle Atmosphäre aufsaugen oder die Kirche von Kaiser Yemrehane Krestos suchen? Dafür holpern Sie in Minivans durchs wilde Bergland, wo sich diese erste aus Stein gehauene Kirche Äthiopiens versteckt (39 €). Auch der Weg ist ein Ziel. (F/A)

    8. Tag, Mittwoch, 04.11.2020: Lalibela - Gondar

    Ausschlafen. Dann mittags kurzer Flug mit grandioser Aussicht auf die Bergwelt Äthiopiens nach Gondar, der alten Residenzstadt. Schlösser, Burgen, Kirchen hinter mächtigen Mauern. Im Kaiserpalast erinnern wir uns an die imperiale Vergangenheit. Bescheiden von außen, bildgewaltig innen: das Kloster Debre Berhan Selassie. Geflügelte Schutzengel lächeln von den Decken, die Wände randvoll mit Bibel-Comics. Danach können Sie Gondar in Eigenregie erkunden – mit dem Badjaj zum Beispiel, der äthiopischen Motorradrikscha. Zum Sundowner auf der Hotelterrasse sollten Sie zurück sein. Einen Versuch wert: der neue äthiopische Wein. Zwei Übernachtungen in Gondar. (F/A)

    9. Tag, Donnerstag, 05.11.2020: Semienberge

    Der Tag gehört Ihnen. Oder begleiten Sie Ihren Scout auf einen Ausflug in die Semienberge (49 EUR)! Auf der Fahrt legt sich der Bus kräftig in die Kurven. Eine Landschaft mit Wow-Faktor: das wilde Äthiopien der Canyons, Tafelberge, Felswände und Wasserfälle. Fernglas und Kamera gehören unbedingt in den Rucksack für dieses Spektakel der Superlative. Um den imposantesten Fotomotiven näher auf die Pelle zu rücken, ist immer mal wieder ein kleiner Fußweg eingeplant. Während über Ihnen die Bartgeier kreisen, lässt sich vielleicht der höchste Gipfel Äthiopiens blicken, der Ras Daschän (4550 m). Ganz sicher die Könige der Semienberge: Blutbrustpaviane mit einer Mähne wie Tina Turner, die nur im äthiopischen Hochland leben. Routinierte Fotomodelle! (F/A)

    10. Tag, Freitag, 06.11.2020: Gondar - Bahar Dar

    Auf der Fahrt um den Tanasee immer wieder Dörfer und Viehherden. Und Menschen zu Fuß unterwegs – oft barfuß und im Laufschritt. Bei diesem Training kein Wunder, dass äthiopische Langstreckenläufer kaum zu schlagen sind. Im Dorf Awramba probt man das Zusammenleben ohne Religion, aber mit gleichen Rechten und gleichem Einkommen für alle. Erfolgreich? Sehen Sie selbst! Am Nachmittag dann noch ein Naturspektakel: die dampfenden Wasserfälle des Blauen Nils. Den Beweis, dass wir tatsächlich am Nil sind, liefert der Hippo-Pool auf dem Weg nach Bahar Dar: Echte Nilpferde recken ihre massigen Köpfe aus dem Wasser. (F/A)

    11. Tag, Samstag, 07.11.2020: Rückflug von Bahar Dar

    Entdecken Sie Bahar Dar auf eigene Faust. Vielleicht einfach losziehen – mit Zeit für die kleinen, ganz persönlichen Abenteuer unterwegs. Oder begleiten Sie Ihren Scout auf einen Bootsausflug über den Tanasee zur Halbinsel Zeghie (55 €, inkl. Picknick) mit ihren Klöstern, den spirituellen Zentren des äthiopischen Christentums. Außen strohgedeckte Rundbauten, innen ein einziger Farbrausch. Die Bildergeschichten verraten auch den einen oder anderen Trick: zum Beispiel, wie Menschenfresser doch noch in den Himmel kommen ... Nach dem Abschiedsessen abends Flug nach Addis Abeba und gegen Mitternacht Weiterflug nach Frankfurt (Flugdauer ca. 7 Std.). (F/A)

    12. Tag, Sonntag, 08.11.2020: Ankunft in Frankfurt

    Am frühen Morgen Landung in Frankfurt.

    F: Frühstück A: Abendessen

    price ab 2129 € (ca. 2253 CHF) pro Person (ggf. zuzüglich Flugzuschlag)

    Im angegebenen Zeitraum bieten wir 2 Abreisetermine an.

    Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

    Ihre Hotels

    Änderungen vorbehalten
    Ort Nächte Hotel
    Addis Abeba 1 Caravan***
    Axum 2 Consular***
    Lalibela 3 Cliff Edge***
    Gondar 2 AG Hotel***
    Bahar Dar 1 Homland***
  • MARCO POLO LIVE
    Drei Tassen sind Pflicht, denn erst die dritte Runde bringt den Gastgebern Segen - bei der Kaffeezeremonie in Lalibela, die wir am 5. Tag miterleben dürfen. Schale für Schale bereiten die Frauen des Hauses den duftenden Mokka zu, es heißt abwarten und Kaffee trinken. Musik, Tanz und Honigwein versüßen die Wartezeit - und wir dürfen teilhaben an diesem uralten Brauch.
    Marco Polo Live
  • Verfügbare Termine

    Nicht buchbare Termine einblenden

    Termine 2020 Info DZ * EZ * Flug ab
    12.02.–23.02. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 1999 (ca. 2115 CHF) 2198 (ca. 2326 CHF)
    04.03.–15.03. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 1999 (ca. 2115 CHF) 2198 (ca. 2326 CHF)
    25.03.–05.04. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 1999 (ca. 2115 CHF) 2198 (ca. 2326 CHF)
    08.04.–19.04. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 2299 (ca. 2433 CHF) 2498 (ca. 2643 CHF)
    28.10.–08.11. Noch Plätze frei.
    Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 10
    Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
    2129 (ca. 2253 CHF) 2328 (ca. 2463 CHF)
    04.11.–15.11. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 2129 (ca. 2253 CHF) 2328 (ca. 2463 CHF)
    23.12.–03.01. Noch Plätze frei.
    Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 10
    Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
    2449 (ca. 2592 CHF) 2648 (ca. 2802 CHF)

    * Ab-Preise pro Person in €

    Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 7.4.2020 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

    Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

    Es besteht ein Absagevorbehalt bei Nichterreichen der jeweiligen Mindestteilnehmerzahl bis zum 21. Tag vor Reisebeginn.

    Im Reisepreis enthalten

    • Linienflug mit Ethiopian Airlines (Economy, Tarifklasse G) von Frankfurt nach Addis Abeba und zurück von Bahar Dar, nach Verfügbarkeit
    • Inlandsflüge (Economy) mit Ethiopian Airlines lt. Reiseverlauf
    • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 100 €)
    • Transfers, Ausflüge und Fahrten mit landesüblichen Bussen und Kleinbussen
    • Unterbringung im Doppelzimmer in den genannten Hotels
    • Mahlzeiten wie im Tagesprogramm spezifiziert (F=Frühstück, A=Abendessen)
    • Eintritte und Nationalparkgebühren (ca. 150 €)
    • Klimaneutral durch komplette CO2e-Kompensation
    • Reiseliteratur (ca. 22 €)
    • Deutsch sprechende Marco Polo Reiseleitung
    • Nicht enthaltene Extras: Zusätzliche Ausflüge und Veranstaltungen, die als Gelegenheit, Möglichkeit oder Wunsch beschrieben sind.
  • Informationen zu den Einreisebestimmungen dieser Reise
    (Quelle: Marco Polo Reisen GmbH)
    Reisende mit nicht aufgeführten Nationalitäten/Staatsangehörigkeiten
    finden hier weitere Informationen.

    Reisepapiere und Impfungen 

     

     

    Reisepass und Visum erforderlich, das online beantragt und am Flughafen von Addis Abeba ausgestellt wird (ca. 45 €, bei Einreise zu zahlen). Keine Impfungen vorgeschrieben.

    Einreisebestimmungen 

    Für die Einreise nach Äthiopien benötigen Deutsche einen mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepass mit mindestens einer freien Seite und ein Visum.

    Bei Einreise über die internationalen Flughäfen Bole (Addis Abeba) oder Dire Dawa ist die Beantragung eines Transit- oder Touristenvisums vor Ort am Flughafen möglich (Gebühr z. Zt. 50-80 US-$). Dies gilt für Deutsche, Österreichische und Schweizer Staatsangehörige. Das Visum ist vor Ort zu bezahlen und wird mit einer Gültigkeit von einem Monat bis maximal drei Monaten ausgestellt.

    Die Infrastruktur am Flughafen ist allerdings nicht geeignet, eine hohe Zahl ankommender Touristen schnell und problemlos mit Einreisevisa auszustatten. Mit langen Wartezeiten muss daher gerechnet werden. Bitte halten Sie dazu am besten gleich den passenden Betrag bereit.

    Deutsche Touristen können die Einreisegenehmigung auch vorab auf www.evisa.gov.et für rund 45 € beantragen. Der elektronische Service gilt nur für Urlaubsreisen.

    Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Wir bitten Sie, sich ggf. in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen.

    Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

    Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

    Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
    (Quelle: Passolution GmbH)

  • Wenn Sie eine Reise aus dem Marco Polo-Angebot buchen, erhalten Sie von uns mit Ihrer Buchungsbestätigung auch aktuelle Informationen zu Ihrer Route. Für Ihre Reiseplanung haben wir einen Auszug daraus – die Hinweise zu Sicherheit und Gesundheit – hier für Sie zusammengestellt.

    Gesund & munter

    Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

    Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise 

    Damit Sie Ihre Reiseentscheidung frei von wirtschaftlichen Überlegungen treffen können, bieten wir Ihnen - in Erweiterung unserer Allgemeinen Reisebedingungen - bei Reisen nach Äthiopien das Recht, Ihre Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf einen späteren Reisetermin oder ein anderes Reiseziel umzubuchen.

     

    Sehr geehrter Reisegast,

    Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir übersenden Ihnen hiermit zu Ihrer Information den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zu Äthiopien. Den kompletten Wortlaut finden Sie im Internet unter http://www.auswaertiges-amt.de. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

    Die äthiopische Regierung treibt die Modernisierung des Landes und den Ausbau der Wirtschaft energisch voran, gelegentlich auch gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung. In den letzten Jahren kam es deshalb in verschiedenen Landesteilen immer wieder einmal zu Auseinandersetzungen, teilweise auch gewaltsamen, die von Sicherheitskräften rücksichtslos unterbunden wurden. Gegen Touristen richteten sich die Protestaktionen aber in keinem Fall. Deshalb sieht das deutsche Auswärtige Amt derzeit auch keinen Grund, von Reisen auf den touristischen Hauptrouten abzuraten. Randgebiete, in denen die Sicherheitslage kritisch ist, werden von uns nicht angeboten.

    Ansonsten haben wir im Rahmen unserer Programme eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die Ihrer Sicherheit dienen, z.B. haben wir keine Überlandfahrten in der Dunkelheit geplant. Darüber hinaus halten wir eine besondere Vorsicht in der Hauptstadt Addis Abeba für angebracht. Als Vorsichtsmaßnahme werden wir deshalb in Addis Abeba auf den Besuch des Marktviertels Mercato verzichten und bei unseren Rundfahrten nicht in der Nähe von Regierungsgebäuden halten. Unsere Reiseleiter informieren sich, wo erforderlich, über die aktuelle Lage, um Demonstrationen, Wahlkampfveranstaltungen und Protestveranstaltungen zu meiden und eventuelle Straßenblockaden zu umgehen.

    Die Kleinkriminalität ist in Äthiopien im weltweiten Vergleich eher hoch, daher gibt es an touristischen Brennpunkten sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen, z.B. gegen Taschendiebe. Bitte folgen Sie im eigenen Interesse den einschlägigen Hinweisen Ihrer Reiseleitung.

    Zusammen mit unseren Partnern vor Ort beobachten wir die Sicherheitslage in Äthiopien sehr sorgfältig. Sollten sich bis zu Ihrer Abreise neue Gesichtspunkte ergeben, werden wir Sie umgehend informieren.

    Wir wünschen Ihnen eine spannende und erlebnisreiche Reise durch Äthiopien.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Marco Polo-Team

    Stand: 23.3.2020

    Sicherheitshinweis 

    Äthiopien

    Aktuelles

    In allen Bundesstaaten wurde der öffentliche Personenverkehr verboten. Reisen aus Addis Abeba über Land sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln derzeit nicht möglich.

    Für die Stadt Adama gilt bis auf weiteres eine Ausgangssperre.

    In Amhara wurde in folgenden Städten eine weitreichende Ausgangssperre verhängt (Ausnahmen gelten nur für Sicherheitskräfte oder mit Passierschein):Bahir Dar, Enjibara, Tilili, Addis Kidam. In Gondar ist sowohl öffentlicher als auch privater Personennahverkehr verboten. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sind geschlossen.

    - Bei nur vorübergehendem Aufenthalt in Äthiopien (auch Studenten, Freiwillige u.a.) planen Sie bitte Ihre umgehende, vorzeitige Rückreise nach Deutschland und beziehen dabei auch Rückkehroptionen über Drittländer ein.

    - Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Reiseveranstalter bzw. Ihr Fluggesellschaft, insbesondere wenn Sie sich derzeit im Landesinneren aufhalten.

    - Informieren Sie sich über www.ephi.gov.et zu den aktuell geltenden Bestimmungen.

    - Sollten Sie vom Reiseverbot in der Tigray-Region betroffen sein, melden Sie sich bitte bei der Botschaft

    - Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 /Coronavirus, insbesondere die derzeitige Reisewarnung vor nicht notwendigen, touristischen Reisen.

    Die für den 29. August 2020 geplanten Parlamentswahlen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Sicherheit

    Von Reisen

    - in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie

    - in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte wird abgeraten.

    Von nicht erforderlichen Reisen

    - in die Region Benishangul-Gumez

    - in die Grenzgebiete zwischen Gumez-und Oromia (West Welega und Kelem Welega) und

    - in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten.

    Terrorismus

    In den vergangenen Jahren wurden in Äthiopien vereinzelt Bombenanschläge verübt bzw. konnten Anschlagsversuche vereitelt werden. Die erhöhte Gefahr von Anschlägen besteht fort. Im April 2019 wurden in Addis Abeba mehrere ausländische Personen mit dem Verdacht festgenommen, konkret Anschläge auf öffentliche Veranstaltungen und Einrichtungen in der Hauptstadt vorbereitet zu haben, Dabei wurden Waffen sichergestellt. Durch das militärische Engagements Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab werden regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder bekundet. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU), erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.

    - Seien Sie insbesondere an belebten Orten, in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, als auch größerer Hotels und bei besonderen Anlässen und Großveranstaltungen besonders aufmerksam.

    - Achten Sie auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel und melden diese ggf. der Polizei.

    - Verhalten Sie sich möglichst unauffällig und meiden Sie größere Menschenansammlungen.

    - Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

    Innenpolitische Lage

    Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil und es kommt regelmäßig zu Unruhen mit Protesten und Streiks mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden.

    Westlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden. Universitäten können Ausgangspunkt spontaner Demonstrationen sein.

    Im Oktober 2019 führten Proteste im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden, die auch Todesopfer und Verletzte forderten.

    Unabhängigkeitsbestrebungen in verschiedenen Gebieten der Südregion, insbesondere im Gebiet der Sidama, führten seit Mitte Juli 2019 zu Protesten und Unruhen mit mehreren Todesfällen. Seit Durchführung eines Referendums zur (bundesstaatlichen) Unabhängigkeit im November 2019 ist diese Region ruhig. Auch die Region Wolayta strebt nach bundesstaatlicher Unabhängigkeit.

    Ein anhaltender Konflikt zwischen Issa und Afar kann jederzeit zu Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Djibouti führen.

    Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Streitkräfte erschossen. Stunden zuvor kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara gewaltsam zu Tode.

    In den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.

    - Informieren Sie sich über die lokalen Medien.

    - Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.

    - Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.

    - Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

    - Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

    Grenzgebiet zu Eritrea

    Von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.

    Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

    Es wird davon abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Dort muss auch mit neu verlegten Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea sowie die Öffnung der Grenze im September 2018 hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.

    Grenzgebiet zu Somalia

    Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten. Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

    - Unternehmen Sie Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden.

    Grenzgebiet zu Sudan und Südsudan

    Von nicht erforderlichen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten. Die Lage in Sudan, insbesondere mit möglichen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Äthiopien, ist wegen nicht auszuschließender Zwischenfälle und Übergriffe unwägbar. Auch in der Gambella-Region kam es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt aufgrund der zunehmend angespannten Sicherheitslage auch für die amharische Grenzregion zu Sudan.

    - Meiden Sie das Grenzgebiet zu Südsudan.

    Grenzgebiet zu Kenia

    Von nicht erforderlichen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten. Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch; es bestehen zudem Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.

    Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Region). Rund um den Grenzübergang Moyale führten gewaltsame Zusammenstöße zwischen den Volksgruppen der Somali- und Oromia Region sowie den Sicherheitskräften mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu zahlreichen Todesopfern.

    - Seien Sie bei unabdingbaren Reisen besonders vorsichtig.

    - Informieren Sie sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.

    Oromo-und Amhara-Regionen

    In den Oromo-und Amhara-Regionen kommt es seit der Wahl von Premierminister Abiy zunehmend zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen.

    Süd-Omo-Zone

    Im November 2016 erfolgte ein bewaffneter Überfall auf eine europäische Reisegruppe.

    - Informieren Sie sich für Reisen in der Süd Omo Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.

    - Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.

    Kriminalität

    In Addis Abeba kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Insbesondere stehen auch Ausländer als lohnendes Ziel im Fokus von Kriminellen. Solche Straftaten sind auch in anderen Städten und im Ländlichen möglich.

    Zusätzlich führen Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen.

    Bei Anmietung von Wohnraum und Mietwagen verlangen Vermieter häufig eine Passkopie, z.T. zur Weitergabe an Behörden.

    - Seien Sie besonders vorsichtig, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit.

    - Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.

    - Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten.

    - Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.

    - Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.

    - Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

    Natur und Klima

    Äthiopien liegt in einem moderat erdbebengefährdetem Gebiet – aufgrund der baulichen Gegebenheiten insbesondere in den großen Städten ist nicht auszuschließen, dass auch kleinere Beben zu erheblichen Schäden führen würden.

    - Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

    - Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

    Stand: 3.4.2020

    Haftungsausschluss 

    Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

    Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

    Auswärtiges Amt
    Bürgerservice
    Arbeitseinheit 040
    D-11013 Berlin
    Tel.: (030) 5000-2000
    Fax: (030) 5000-51000

    Gesundheitshinweise 

    Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

    Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

    Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen 

    Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

    Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

    • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
    • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
    • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen
    • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein
    • Eine vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

     

    Äthiopien

    Aktuelles

    Ausgehend von der aktuellen Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus 2019-nCoV aus der chinesischen Stadt Wuhan muss auch in Äthiopien mit verstärkten Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender insbesondere aus China und importierten einzelnen Krankheitsfällen gerechnet werden.

    • Beachten Sie die Informationen im Merkblatt nCoV sowie auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Robert-Koch-Instituts RKI.

    Impfschutz

    Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Eine Gelbfieberimpfung ist jedoch dringend für alle Personen ab einem Alter von neun Monaten empfohlen, da ein Großteil Äthiopiens Gelbfieberinfektionsgebiet ist. In den Provinzen Afar und Somali besteht ein minimales Gelbfieberrisiko, eine Impfung ist dort nur in besonderen Fällen notwendig. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen.

    Reisende unter vier Wochen Reisezeit sollten einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Auffrischimpfungen alle zehn Jahre haben. Einwohner und Langzeitreisenden über vier Wochen wird gemäß WHO eine Auffrischimpfung vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise empfohlen, siehe Merkblatt Poliomyelitis.

    • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
    • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
    • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt-Impfempfehlungen.
    • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise finden Sie hier.

    Zika-Virus-Infektion

    Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

    Dengue-Fieber

    Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

    • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

    Chikungunya-Fieber

    Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya-Fieber.

    • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

    Malaria

    Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

    • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

    Malaria ist in Äthiopien endemisch (69% Malaria tropica). Addis Abeba und Höhenlagen über 2.500 m sind malariafrei. In allen anderen Landesteilen besteht ein ganzjähriges, hohes Übertragungsrisiko, siehe Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V..

    Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

    • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
    • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
    • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

    Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

    • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
    • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

    HIV/AIDS

    Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein HIV-Übertragungsrisiko. Die Prävalenz von HIV beträgt in Addis Abeba wahrscheinlich deutlich unter 10 %, im restlichen Land deutlich weniger.

    • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

    Durchfallerkrankungen

    Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s. u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

    • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
    • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
    • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
    • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
    • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
    • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
    • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

    Cholera

    Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z. B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

    • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

    Meningokokken-Krankheit (unter anderem Hirnhautentzündung)

    Diese Erkrankung wird hauptsächlich während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis Mai übertragen und tritt vorwiegend im Westen und Süden des Landes auf, siehe Merkblatt Meningokokken.

    • Lassen Sie sich entsprechend Ihrer Reiseart und -zeit hinsichtlich einer Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) beraten.

    Schistosomiasis (Bilharziose)

    Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen von Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe

    • Vom Baden in Süßwassergewässern (Flüsse und Seen, insbesondere auch Omo River) sollten Sie in ganz Äthiopien konsequent absehen.

    Gifttiere

    In allen tropischen und vielen subtropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden bis zum Tod bewirken kann.

      • Laufen Sie nachts nicht im Freien umher und achten Sie darauf, wohin Sie greifen und sich setzen. Schütteln Sie Bettzeug, Kleidungsstücke, Schuhwerk und Kopfbedeckungen vor Gebrauch aus.
      • Beachten Sie bei Schlangenbissen die Hinweise im Merkblatt Schlangenbisse.

    Luftverschmutzung

    Medizinische Versorgung

    Die medizinische Versorgung im Lande ist selbst in Addis Abeba mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch bzw. Französisch sprechende Ärzte. Eine zeitgemäße Notfallversorgung bei z. B. Herzinfarkten oder Schlaganfällen ist häufig nicht vorhanden. Insbesondere bei bekannten Vorerkrankungen sollten Reisen nach Äthiopien auch wegen der Belastungen wie durch die Höhenlage sorgfältig abgewogen werden.

    • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
    • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
    • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG

    (unverändert gültig seit 3.4.2020)

    Gelbfieberimpfung 

    Gemäß den Informationen des Auswärtigen Amts wird eine Gelbfieberimpfung für alle Reisenden nach Äthiopien empfohlen.

    Für Gäste, die eine Verlängerung auf Sansibar gebucht haben, ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.

    Eine Gelbfieberimpfung muss bis spätestens 10 Tage vor Reisebeginn erfolgen. Die Gelbfieberimpfung ist in der Regel gut verträglich und wird von hierfür speziell zugelassenen Impfstellen (Tropeninstitute, viele Gesundheitsämter, einige Arztpraxen) angeboten. Wo sich die für Sie nächst gelegene Impfstelle befindet, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt.

    Bitte sprechen Sie trotzdem in jedem Fall vor einer Impfung die Frage der persönlichen Impf-Verträglichkeit mit Ihrem Impfarzt ab. Dies gilt insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen und für Personen ab dem 60. Lebensjahr, die bisher noch keine Gelbfieber-Impfung erhalten haben.

    Wenn Sie eine Verlängerung auf Sansibar gebucht haben, lassen Sie sich im Fall einer Impfunverträglichkeit bitte von Ihrem Arzt einen Stempel in den Impfpass geben, der die Unverträglichkeit belegt. Bitte führen Sie auch in diesem Fall den Impfpass während der Reise mit sich.

    Insektenschutzmittel 

    Weite Teile Äthiopiens sind wirtschaftlich noch sehr zurückgeblieben und ein großflächiger Einsatz von Insektenschutzmitteln ist unbekannt. Die Insektenfauna ist deshalb vielerorts sehr vielfältig: Läuse, Wanzen, Flöhe, Mücken, Fliegen jeglicher Art sind in Äthiopien noch alltäglich. Bitte stellen Sie sich auf diese Gegebenheiten ein und nehmen Sie ausreichend Abwehrmittel gegen Insekten mit auf die Reise. Vor Ort sind sie kaum erhältlich. Mit entsprechenden Mitteln können Sie sich nicht nur gegen Unannehmlichkeiten schützen, sondern tun damit auch aktiv etwas zur Vermeidung von Infektionen.

    Vorsorgemaßnahmen gegen Tollwut 

    Eine Ärztin, die gelegentlich Gruppen von uns medizinisch betreut, hat uns darauf hingewiesen, dass in Äthiopien Impfstoffe gegen Tollwut und Immunglobuline oftmals nicht sofort verfügbar sind. Da die Tollwut in Äthiopien vorkommen kann, empfehlen wir Ihnen, sich über eine eventuelle Impfung zu informieren. Ferner ist es ratsam, sich während der Reise durch Äthiopien von Tieren, insbesondere Hunden, fernzuhalten, um sich nicht der Gefahr eines Bisses auszusetzen.