Marco Polo Reisen - Reise in der Gruppe - Entdecker

Entdeckerreisen im Team

Reise in der Gruppe - Entdecker

Äthiopien
Das Dach Afrikas

Reise-Nr. ST 7240

zur Buchung

  • Äthiopien im Überblick
    Die Kulturzentren an der Historischen Route
    Drei Tage in Lalibela
    Zeitsparende Inlandsflüge

    Eine Rundreise wie ein History-Thriller in einer dramatischen Landschaft. Dort, wo die Berge hoch zum Himmel aufragen, wo die Flüsse sich durch tiefe Schluchten ihre Wege bahnen, leben stolze Menschen, die sich als Einzige in Afrika dauerhaft den Kolonialmächten widersetzen konnten. In diesem Land erkunden Sie von Engeln erbaute Kirchen, berühren die Wiege des Christentums, erforschen den Aufbewahrungsort der Bundeslade - und begegnen einer drei Millionen Jahre alten Frau. Dieses Abenteuer bringt Sie zum Ursprung der Menschheit und zur Quelle des Elixiers, das sie täglich antreibt: traumhaft guter Kaffee.

    price ab 2099 € (ca. 2308 CHF) pro Person (ggf. zuzüglich Flugzuschlag)

    Im angegebenen Zeitraum bieten wir einen Abreisetermin an.

    Diese Reise in der Saison 2020

    Weitere wichtige Informationen
    Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Kataloge und Beratung .
  • 1. Tag, Mittwoch, 25.12.2019: Flug nach Äthiopien

    Am späten Abend Flug mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nonstop nach Addis Abeba (Flugdauer ca. 6,5 Std.).

    2. Tag, Donnerstag, 26.12.2019: Addis Abeba

    Morgens landen Sie in Addis Abeba, wo Ihr Marco Polo Scout Sie erwartet. Erst mal zum Hotel und frühstücken. Dann gestärkt auf Citytour in der mit 2350 m Höhe vierthöchst gelegenen Hauptstadt der Welt und Startschuss zu Ihrer Rundreise: Chaos, Gelassenheit und Dynamik, Bretterbuden und Bankpaläste. Im Nationalmuseum treffen wir Lucy: 3,2 Millionen Jahre alt und immer noch top in Form. In Äthiopien spielen die Anfangskapitel der Menschheits-, aber auch der Kaffeegeschichte: Eine erste Kostprobe gibt's im Museumscafé. Beim Welcome-Dinner steht das Nationalgericht auf dem Tisch: Injera, Fladen aus Zwerghirse, mit würzigen Saucen. (F/A)

    3. Tag, Freitag, 27.12.2019: Addis Abeba - Axum

    Morgens Flug nach Axum – heute Kleinstadt, in der Antike Kulturmetropole und erste christliche Hauptstadt der Welt. Für die äthiopisch-orthodoxen Christen bis heute der heiligste Ort auf Erden. Ein Ort voller Geheimnisse für alle anderen. Regierte hier die sagenhafte Königin von Saba? Wird in der Kirche der heiligen Maria von Zion tatsächlich die israelitische Bundeslade mit den Gesetzestafeln des Moses gehütet? Reinschauen streng verboten. Glauben erlaubt. Noch ein Rätsel der Geschichte: Wer errichtete die 30 m hohen Steinsäulen rund um die Stadt? Wie und warum? Vielleicht grübeln Sie am Spätnachmittag bei einem äthiopischen Hirsebier weiter. Zwei Übernachtungen in Axum. (F/A)

    4. Tag, Samstag, 28.12.2019: Adua und Yeha

    Markttag in Adua: Völkerwanderung zum Markt, manche Besucher auf Eseln, die meisten zu Fuß. Henna, Kaffeebohnen und bunte Gewänder stapeln sich. Ziegen und Kühe wechseln unter lautstarkem Feilschen die Besitzer. Und wir sind dabei, sind Teil des Spektakels. Dann wird es wieder mystisch: Der Mondtempel von Yeha trotzte 25 Jahrhunderte den Naturgewalten. Das älteste Bauwerk des Landes? Genauso geheimnisvoll nebenan: Abba Aftse, wo Archäologen immer noch über Inschriften rätseln. (F/A)

    5. Tag, Sonntag, 29.12.2019: Axum - Lalibela

    Vormittags Flug nach Lalibela. Inmitten grandioser Bergwelt liegt in 2400 m Höhe der bedeutendste Pilgerort der äthiopischen Christenheit, in den die Pilger zu den Festen von weit her kommen. Nachmittags sammeln wir mit dem Scout schon mal erste Eindrücke von diesem nahezu mystischen Ort. Und bevor sich die Nacht tiefschwarz über Lalibela senkt, nehmen wir live an einer äthiopischen Kaffeezeremonie teil. Drei Übernachtungen in Lalibela. (F/A)

    6. Tag, Montag, 30.12.2019: Lalibela

    Elf Kirchen ließ König Lalibela bauen – von Engeln, behaupten die Äthiopier. Engelswerke? Auf jeden Fall Wunderwerke, in einem einzigen Stück in den roten Tuffstein gehauen. Also Taschenlampe nicht vergessen, wenn wir ins mystische Halbdunkel hinabsteigen und uns durch lange Gänge, Gräben, Tunnel und Felsbrücken von Kirche zu Kirche tasten. Symbole, Malereien, heilige Stille. An Festtagen unterbrochen von den Gesängen der in farbige Gewänder gehüllten Priester. Wir kraxeln weiter, dem Höhepunkt entgegen: die St.-Georgs-Kirche, die uralt und unerschütterlich im Felsgraben steht. (F/A)

    7. Tag, Dienstag, 31.12.2019: Lalibela

    Ein Tag für Ihre persönlichen Entdeckungen. Einfach die spirituelle Atmosphäre aufsaugen oder die Kirche von Kaiser Yemrehane Krestos suchen? Dafür holpern Sie in Minivans durchs wilde Bergland, wo sich diese erste aus Stein gehauene Kirche Äthiopiens versteckt (39 €). Auch der Weg ist ein Ziel. (F/A)

    8. Tag, Mittwoch, 01.01.2020: Lalibela - Gondar

    Ausschlafen. Dann mittags kurzer Flug mit grandioser Aussicht auf die Bergwelt Äthiopiens nach Gondar, der alten Residenzstadt. Schlösser, Burgen, Kirchen hinter mächtigen Mauern erinnern an eine kaiserliche Vergangenheit. Bescheiden von außen, bildgewaltig innen: das Kloster Debre Berhan Selassie. Geflügelte Schutzengel lächeln von den Decken, die Wände randvoll mit Bibel-Comics. Nachmittags können Sie Gondar in Eigenregie erkunden – mit dem Badjaj zum Beispiel, der äthiopischen Motorradrikscha. Zum Sundowner auf der Hotelterrasse sollten Sie zurück sein. Einen Versuch wert: der neue äthiopische Wein. Zwei Übernachtungen in Gondar. (F/A)

    9. Tag, Donnerstag, 02.01.2020: Semienberge

    Der Tag gehört Ihnen. Oder begleiten Sie Ihren Scout auf einen Ausflug in die Semienberge (45 EUR)! Auf der Fahrt legt sich der Bus kräftig in die Kurven. Eine Landschaft mit Wow-Faktor: das wilde Äthiopien der Felswände, Tafelberge, Canyons und Wasserfälle. Fernglas und Kamera gehören unbedingt in den Rucksack für dieses Spektakel der Superlative. Um den imposantesten Fotomotiven näher auf die Pelle zu rücken, ist immer mal wieder ein kleiner Fußweg eingeplant. Während über Ihnen die Bartgeier kreisen, lässt sich vielleicht der höchste Gipfel Äthiopiens blicken, der Ras Daschän (4550 m). Ganz sicher die Könige der Semienberge: Blutbrustpaviane mit einer Mähne wie Tina Turner, die nur im äthiopischen Hochland leben. Routinierte Fotomodelle! (F/A)

    10. Tag, Freitag, 03.01.2020: Gondar - Bahar Dar

    Auf der Fahrt um den Tanasee immer wieder Dörfer und Viehherden. Und Menschen zu Fuß unterwegs – oft barfuß und im Laufschritt. Bei diesem Training kein Wunder, dass äthiopische Langstreckenläufer kaum zu schlagen sind. Im Dorf Awramba probt man das Zusammenleben ohne Religion, aber mit gleichen Rechten und gleichem Einkommen für alle. Erfolgreich? Sehen Sie selbst! Am Nachmittag dann noch ein Naturspektakel: die dampfenden Wasserfälle des Blauen Nils. Den Beweis, dass Sie tatsächlich am Nil sind, liefert der Hippo-Pool auf dem Weg nach Bahar Dar: Echte Nilpferde recken ihre massigen Köpfe aus dem Wasser. (F/A)

    11. Tag, Samstag, 04.01.2020: Rückflug von Bahar Dar

    Entdecken Sie Bahar Dar auf eigene Faust. Vielleicht einfach losziehen – mit Zeit für die kleinen, ganz persönlichen Abenteuer unterwegs. Oder begleiten Sie Ihren Scout per Boot über den Tanasee zur Halbinsel Zeghie (42 €, inkl. Picknick) mit ihren Klöstern, den spirituellen Zentren des äthiopischen Christentums. Außen strohgedeckte Rundbauten, innen ein einziger Farbrausch. Die Bildergeschichten verraten auch den einen oder anderen Trick: zum Beispiel, wie Menschenfresser doch noch in den Himmel kommen ... Nach dem Abschiedsessen abends Flug mit Ethiopian Airlines nach Addis Abeba und gegen Mitternacht Weiterflug nach Frankfurt (nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.). (F/A)

    12. Tag, Sonntag, 05.01.2020: Ankunft in Frankfurt

    Am frühen Morgen Landung in Frankfurt.

    F: Frühstück A: Abendessen

    price ab 2099 € (ca. 2308 CHF) pro Person (ggf. zuzüglich Flugzuschlag)

    Im angegebenen Zeitraum bieten wir einen Abreisetermin an.

    Diese Reise in der Saison 2020

    Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

    Ihre Hotels

    Änderungen vorbehalten
    Ort Nächte Hotel
    Addis Abeba 1 Caravan***
    Axum 2 Consular***
    Lalibela 3 Cliff Edge***
    Gondar 2 AG Hotel***
    Bahar Dar 1 Homland***
  • MARCO POLO LIVE
    Drei Tassen sind Pflicht, denn erst die dritte Runde bringt den Gastgebern Segen - bei der Kaffeezeremonie in Lalibela, die wir am 5. Tag miterleben dürfen. Schale für Schale bereiten die Frauen des Hauses den duftenden Mokka zu, es heißt abwarten und Kaffee trinken. Musik, Tanz und Honigwein versüßen die Wartezeit - und wir dürfen teilhaben an diesem uralten Brauch.
    Marco Polo Live
  • Verfügbare Termine

    Nicht buchbare Termine einblenden

    Termine 2019 DZ * EZ *
    13.02.–24.02. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 1799 (ca. 1978 CHF) 1978 (ca. 2175 CHF)
    27.03.–07.04. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 1799 (ca. 1978 CHF) 1978 (ca. 2175 CHF)
    17.04.–28.04. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 2099 (ca. 2308 CHF) 2278 (ca. 2505 CHF)
    30.10.–10.11. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 1899 (ca. 2088 CHF) 2078 (ca. 2285 CHF)
    06.11.–17.11. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 1899 (ca. 2088 CHF) 2078 (ca. 2285 CHF)
    25.12.–05.01. Noch Plätze frei.
    Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
    Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 10
    Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 20
    2099 (ca. 2308 CHF) 2278 (ca. 2505 CHF)

    * Ab-Preise pro Person in €

    Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 18.10.2019 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

    Weitere Termine im Reisejahr 2020

    Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

    Es besteht ein Absagevorbehalt bei Nichterreichen der jeweiligen Mindestteilnehmerzahl bis zum 21. Tag vor Reisebeginn.

    Im Reisepreis enthalten

    • Linienflug (Economy) mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nach Addis Abeba und zurück von Bahar Dar; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
    • Inlandsflüge (Economy) mit Ethiopian Airlines lt. Reiseverlauf
    • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 100 €)
    • Transfers, Ausflüge und Fahrten mit landesüblichen Bussen und Kleinbussen
    • Unterbringung im Doppelzimmer mit Dusche/Bad/WC in den genannten Hotels
    • Mahlzeiten wie im Tagesprogramm spezifiziert (F=Frühstück, A=Abendessen)
    • Eintritte und Nationalparkgebühren (ca. 150 €)
    • Klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten
    • Reiseliteratur (ca. 20 €)
    • Deutsch sprechende Marco Polo Reiseleitung
    • Nicht enthaltene Extras: Zusätzliche Ausflüge und Veranstaltungen, die als Gelegenheit, Möglichkeit oder Wunsch beschrieben sind.
  • Informationen zu den Einreisebestimmungen dieser Reise
    (Quelle: Marco Polo Reisen GmbH)
    Reisende mit nicht aufgeführten Nationalitäten/Staatsangehörigkeiten
    finden hier weitere Informationen.

    Reisepapiere und Impfungen 

    Reisepass und Visum erforderlich, das online beantragt und am Flughafen von Addis Abeba ausgestellt wird (ca. 50 €, bei Einreise zu zahlen). Keine Impfungen vorgeschrieben.

    Einreisebestimmungen 

    Für die Einreise nach Äthiopien benötigen Deutsche einen mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepass mit mindestens einer freien Seite und ein Visum.

    Bei Einreise über die internationalen Flughäfen Bole (Addis Abeba) oder Dire Dawa ist die Beantragung eines Transit- oder Touristenvisums vor Ort am Flughafen möglich (Gebühr z. Zt. 50,- bis 80,- US-$). Dies gilt für deutsche, österreichische und schweizer Staatsangehörige. Das Visum ist vor Ort zu bezahlen und wird mit einer Gültigkeit von einem Monat bis maximal drei Monaten ausgestellt.

    Die Infrastruktur am Flughafen ist allerdings nicht geeignet, eine hohe Zahl ankommender Touristen schnell und problemlos mit Einreisevisa auszustatten. Mit langen Wartezeiten muss daher gerechnet werden. Bitte halten Sie dazu am besten gleich den passenden Betrag bereit.

    Deutsche Touristen können die Einreisegenehmigung auch vorab auf www.evisa.gov.et für rund 45 Euro beantragen. Der elektronische Service gilt nur für Urlaubsreisen.

    Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Wir bitten Sie, sich ggf. in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen.

    Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

    Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

    Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
    (Quelle: Passolution GmbH)

  • Wenn Sie eine Reise aus dem Marco Polo-Angebot buchen, erhalten Sie von uns mit Ihrer Buchungsbestätigung auch aktuelle Informationen zu Ihrer Route. Für Ihre Reiseplanung haben wir einen Auszug daraus – die Hinweise zu Sicherheit und Gesundheit – hier für Sie zusammengestellt.

    Gesund & munter

    Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

    Was gehört unbedingt in den Koffer? 

    - Taschenlampe mit Ersatzbatterien

    - Staubschutz für Gesicht und Haare (Kopftuch oder Turban)

    - Regenschutz (da es auch außerhalb der Regenzeit regnen kann)

    - Insektenschutzmittel

    - Waschlappen (falls Wasserversorgung zeitweise unterbrochen)

    - Handtuch

    - Feuchtigkeits- oder Desinfektionstücher

    - Badeschuhe (aus hyg. Gründen)

    - Leinenschlafsack (aus hyg. Gründen)

    - Taschenmesser (nicht im Handgepäck mitnehmen!)

    - Sonnenschutzmittel (in Äthiopien so gut wie nicht erhältlich)

    Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise 

    Damit Sie Ihre Reiseentscheidung frei von wirtschaftlichen Überlegungen treffen können, bieten wir Ihnen - in Erweiterung unserer Allgemeinen Reisebedingungen - bei Reisen nach Äthiopien das Recht, Ihre Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf einen späteren Reisetermin oder ein anderes Reiseziel umzubuchen.

    Sehr geehrter Reisegast,

    Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir übersenden Ihnen hiermit zu Ihrer Information den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zu Äthiopien. Den kompletten Wortlaut finden Sie im Internet unter http://www.auswaertiges-amt.de. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

    Die äthiopische Regierung treibt die Modernisierung des Landes und den Ausbau der Wirtschaft energisch voran, gelegentlich auch gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung. In den letzten Jahren kam es deshalb in verschiedenen Landesteilen immer wieder einmal zu Auseinandersetzungen, teilweise auch gewaltsamen, die von Sicherheitskräften rücksichtslos unterbunden wurden. Gegen Touristen richteten sich die Protestaktionen aber in keinem Fall. Deshalb sieht das deutsche Auswärtige Amt derzeit auch keinen Grund, von Reisen auf den touristischen Hauptrouten abzuraten. Randgebiete, in denen die Sicherheitslage kritisch ist, werden von uns nicht angeboten.

    Ansonsten haben wir im Rahmen unserer Programme eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die Ihrer Sicherheit dienen, z.B. haben wir keine Überlandfahrten in der Dunkelheit geplant. Darüber hinaus halten wir eine besondere Vorsicht in der Hauptstadt Addis Abeba für angebracht. Als Vorsichtsmaßnahme werden wir deshalb in Addis Abeba auf den Besuch des Marktviertels Mercato verzichten und bei unseren Rundfahrten nicht in der Nähe von Regierungsgebäuden halten. Unsere Reiseleiter informieren sich, wo erforderlich, über die aktuelle Lage, um Demonstrationen, Wahlkampfveranstaltungen und Protestveranstaltungen zu meiden und eventuelle Straßenblockaden zu umgehen.

    Die Kleinkriminalität ist in Äthiopien im weltweiten Vergleich eher hoch, daher gibt es an touristischen Brennpunkten sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen, z.B. gegen Taschendiebe. Bitte folgen Sie im eigenen Interesse den einschlägigen Hinweisen Ihrer Reiseleitung.

    Zusammen mit unseren Partnern vor Ort beobachten wir die Sicherheitslage in Äthiopien sehr sorgfältig. Sollten sich bis zu Ihrer Abreise neue Gesichtspunkte ergeben, werden wir Sie umgehend informieren.

    Wir wünschen Ihnen eine spannende und erlebnisreiche Reise durch Äthiopien.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Marco Polo-Team

    Stand: 04.10.19

    Sicherheitshinweis 

    Äthiopien

    Aktuelles

    Nördlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden.

    Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen. Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

    -Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.

    -Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.

    -Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.

    -Informieren Sie sich über die lokalen Medien.

    -Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

    -Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

    Sicherheit

    Von Reisen

    - in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga

    sowie

    - eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.

    Von nicht erforderlichen Reisen

    - in die Region Benishangul-Gumez und

    - in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten.

    Terrorismus

    In den vergangenen Jahren wurden in Äthiopien vereinzelt Bombenanschläge verübt bzw. konnten Anschlagsversuche vereitelt werden. Die erhöhte Gefahr von Anschlägen besteht fort. Im April 2019 wurden in Addis Abeba mehrere ausländische Personen mit dem Verdacht festgenommen, konkret Anschläge auf öffentliche Veranstaltungen und Einrichtungen in der Hauptstadt vorbereitet zu haben, Dabei wurden Waffen sichergestellt. Durch das militärische Engagements Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab werden regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder bekundet. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU), erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.

    -Seien Sie insbesondere an belebten Orten, in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, als auch größerer Hotels und bei besonderen Anlässen und Großveranstaltungen besonders aufmerksam.

    -Achten Sie auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel und melden diese ggf. der Polizei.

    -Verhalten Sie sich möglichst unauffällig und meiden Sie größere Menschenansammlungen.

    -Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

    Innenpolitische Lage

    Ein im Februar 2018 ausgerufener Notstand wurde Anfang Juni 2018 vorzeitig beendet. Der Ausrufung des Notstands waren Massendemonstrationen, gewalttätige Streiks, Straßenblockaden und teils gewaltsame Proteste gegen die äthiopische Regierung, überwiegend in der Region Oromia und auf den Hauptstraßen in der Umgebung von Addis Abeba, vorausgegangen. In den Randgebieten des Landes kommt es aber immer wieder zu Zwischenfällen.

    -Informieren Sie sich über die lokalen Medien.

    -Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

    -Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

    Grenzgebiet zu Eritrea

    Von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.

    Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

    Es wird davon abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea sowie die Öffnung der Grenze im September 2018 hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.

    Grenzgebiet zu Somalia

    Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten. Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

    •Unternehmen Sie Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden.

    Grenzgebiet zu Sudan und Südsudan

    Von nicht notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten. Die Lage in Sudan, insbesondere mit möglichen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Äthiopien, ist wegen nicht auszuschließender Zwischenfälle und Übergriffe unwägbar. Auch in der Gambella-Region kam es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. DieLage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird deshalb zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt aufgrund der zunehmend angespannten Sicherheitslage auch für die amharische Grenzregion zu Sudan.

    -Meiden Sie das Grenzgebiet zu Südsudan.

    Grenzgebiet zu Kenia

    Von nicht erforderlichen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten. Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch; es bestehen zudem Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.

    Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Region). Rund um den Grenzübergang Moyale führten gewaltsame Zusammenstöße zwischen den Volksgruppen der Somali- und Oromia Region sowie den Sicherheitskräften mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu zahlreichen Todesopfern.

    -Seien Sie bei unabdingbaren Reisen besonders vorsichtig.

    -Informieren Sie sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.

    Oromo-und Amhara-Regionen

    In den Oromo-und Amhara-Regionen kommt es seit der Wahl des neuen Premierministers zunehmend zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen.

    Süd-Omo-Zone

    Im November 2016 erfolgte ein bewaffneter Überfall auf eine europäische Reisegruppe.

    -Informieren Sie sich für Reisen in der Süd Omo Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.

    -Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.

    Kriminalität

    In Addis Abeba kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Insbesondere stehen auch Ausländer als lohnendes Ziel im Fokus von Kriminellen. Solche Straftaten sind auch in anderen Städten und im Ländlichen möglich.

    Zusätzlich führen Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen.

    Bei Anmietung von Wohnraum und Mietwagen verlangen Vermieter häufig eine Passkopie, z.T. zur Weitergabe an Behörden.

    -Seien Sie besonders vorsichtig, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit.

    -Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.

    -Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten.

    -Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.

    -Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.

    -Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

    Naturkatastrophen

    Äthiopien liegt in einem moderat erdbebengefährdetem Gebiet – aufgrund der baulichen Gegebenheiten insbesondere in den großen Städten ist nicht auszuschließen, dass auch kleinere Beben zu erheblichen Schäden führen würden.

    •Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

    •Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.

    Stand: 4. Oktober 2019

    Haftungsausschluss 

    Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

    Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

    Auswärtiges Amt

    Bürgerservice

    Arbeitseinheit 040

    D-11013 Berlin

    Tel.: (030) 5000-2000

    Fax: (030) 5000-51000

    Gesundheitshinweise 

    Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

    Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

    Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen 

    Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

    Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

    - zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

    - auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

    Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

    und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.

    - immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen.

    - trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

    medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein.

    - Eine vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen.

    Äthiopien 

    Aktuelles

    Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

    -Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

    Im Mai 2019 wurden durch Impfpolioviren (cVDPV2) verursachte Fälle von Kinderlähmung in der Provinz Somali nachgewiesen.

    Bei Kurzzeitreisen unter vier Wochen Reisezeit sollten Sie nach abgeschlossener Grundimmunisierung alle zehn Jahre eine Auffrischimpfung erhalten. Bei Langzeitreisen über vier Wochen Reisezeit sollten Sie vier Wochen bis zwölf Monate vor Ausreise mit einer Dosis gegen Poliomyelitis geimpft werden, siehe Merkblatt Poliomyelitis.

    Impfschutz

    Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Ausgenommen hiervon sind Kinder unter einem Jahr.

    -Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.

    -Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.

    -Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise finden Sie hier.

    Dengue-Fieber

    Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

    -Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

    Chikungunya-Fieber

    Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Ein Ausbruch wurde zuletzt 2019 in der Region Afar beschrieben. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya.

    -Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

    Malaria

    Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

    -Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

    Malaria ist in Äthiopien endemisch (69% Malaria tropica). Addis Abeba und Höhenlagen über 2.500 m sind malariafrei. In allen anderen Landesteilen besteht ein ganzjähriges, hohes Übertragungsrisiko, siehe Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V..

    Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

    -Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).

    -Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).

    -Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

    Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

    -Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.

    -Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

    HIV/AIDS

    Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein HIV-Übertragungsrisiko. Die Prävalenz von HIV beträgt in Addis Abeba wahrscheinlich deutlich unter 10 %, im restlichen Land deutlich weniger.

    -Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

    Durchfallerkrankungen

    Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

    -Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.

    -Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.

    -Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.

    -Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.

    -Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.

    -Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.

    -Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

    Cholera

    Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

    -Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

    Meningokokken-Krankheit (unter anderem Hirnhautentzündung)

    Diese Erkrankung wird hauptsächlich während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis Mai übertragen und tritt vorwiegend im Westen und Süden des Landes auf, siehe Merkblatt Meningokokken.

    -Lassen Sie sich entsprechend Ihrer Reiseart und -zeit hinsichtlich einer Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) beraten.

    Schistosomiasis (Bilharziose)

    Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen von Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe Merkblatt Bilharziose.

    -Vom Baden in Süßwassergewässern (Flüsse und Seen, insbesondere auch Omo River) sollten Sie in ganz Äthiopien konsequent absehen.

    Gifttiere

    In allen tropischen und vielen subtropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden bis zum Tod bewirken kann.

    -Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher sollten Sie nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen.

    -Greifen Sie nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material.

    Des Weiteren kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung wie z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen sowie Hundertfüßler vor.

    -Achten Sie beim Greifen, Gehen, Sitzen und Liegen auf möglicherweise Gifttiere..

    -Schütteln Sie vor Benutzung Bettdecken und -laken, Kleidungsstücke, Schuhwerk sowie Kopfbedeckungen aus.

    Luftverschmutzung

    -Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index sowie die Smartphone App AirVisual.

    Medizinische Versorgung

    Die medizinische Versorgung im Lande ist selbst in Addis Abeba mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch bzw. Französisch sprechende Ärzte. Eine zeitgemäße Notfallversorgung bei z.B. Herzinfarkten oder Schlaganfällen ist häufig nicht vorhanden. Insbesondere bei bekannten Vorerkrankungen sollten Reisen nach Äthiopien auch wegen der Belastungen wie durch die Höhenlage sorgfältig abgewogen werden.

    -Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.

    -Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.

    -Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.

    (unverändert gültig seit 4.Otkober 2019)

    Gelbfieberimpfung 

    Gemäß den Informationen des Auswärtigen Amts wird eine Gelbfieberimpfung für alle Reisenden nach Äthiopien empfohlen.

    Für Gäste, die eine Verlängerung auf Sansibar gebucht haben, ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.

    Eine Gelbfieberimpfung muss bis spätestens 10 Tage vor Reisebeginn erfolgen. Die Gelbfieberimpfung ist in der Regel gut verträglich und wird von hierfür speziell zugelassenen Impfstellen (Tropeninstitute, viele Gesundheitsämter, einige Arztpraxen) angeboten. Wo sich die für Sie nächst gelegene Impfstelle befindet, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt.

    Bitte sprechen Sie trotzdem in jedem Fall vor einer Impfung die Frage der persönlichen Impf-Verträglichkeit mit Ihrem Impfarzt ab. Dies gilt insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen und für Personen ab dem 60. Lebensjahr, die bisher noch keine Gelbfieber-Impfung erhalten haben.

    Wenn Sie eine Verlängerung auf Sansibar gebucht haben, lassen Sie sich im Fall einer Impfunverträglichkeit bitte von Ihrem Arzt einen Stempel in den Impfpass geben, der die Unverträglichkeit belegt. Bitte führen Sie auch in diesem Fall den Impfpass während der Reise mit sich.

    Insektenschutzmittel 

    Weite Teile Äthiopiens sind wirtschaftlich noch sehr zurückgeblieben und ein großflächiger Einsatz von Insektenschutzmitteln ist unbekannt. Die Insektenfauna ist deshalb vielerorts sehr vielfältig: Läuse, Wanzen, Flöhe, Mücken, Fliegen jeglicher Art sind in Äthiopien noch alltäglich. Bitte stellen Sie sich auf diese Gegebenheiten ein und nehmen Sie ausreichend Abwehrmittel gegen Insekten mit auf die Reise. Vor Ort sind sie kaum erhältlich. Mit entsprechenden Mitteln können Sie sich nicht nur gegen Unannehmlichkeiten schützen, sondern tun damit auch aktiv etwas zur Vermeidung von Infektionen.