Marco Polo Reisen - Young Line Travel - Youngline

Für Traveller zwischen 20 und 35

Young Line Travel - Youngline

Indien
Silvester in Rajasthan

Reise-Nr. ST 4417

  • Silvester im Bilderbuch-Indien: Wir feiern in einem geschmackvollen Haveli im Wüstenstaat Rajasthan
    Rundreise zu den Highlights im Norden Indiens: Delhi, Jaipur und Agra
    Sonnenuntergangsblick aufs Taj Mahal
    Unvergesslich: Gelegenheit zur morgendlichen Radtour durch Old Delhi

    Silvester in Indien - märchenhaft anders: Unsere Basis ist ein stilvoller Haveli im Wüstenstaat Rajasthan, ganz in der Nähe die "Pink City" Jaipur mit dem Palast der Winde. Davor zum Einstieg die Metropole Delhi, die wir auf Wunsch schon frühmorgens mit dem Rad entdecken. Und zum krönenden Abschluss: der Blick aufs Taj Mahal!

    price

    Im angegebenen Zeitraum bieten wir keine Abreisetermine an.

  • 1. Tag, Mittwoch, 27.12.2017: FLUG NACH INDIEN

    Abends Flug im modernen Dreamliner der Air India von Frankfurt nach Delhi (nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.).

    2. Tag, Donnerstag, 28.12.2017: DELHI
    Moderne Klassiker

    Nach der Landung am Vormittag begrüßt uns Marco Polo Scout Sharman und nimmt uns gleich mit auf eine erste Portion Sightseeing: New Delhi als kleiner Appetitanreger für die kommenden Tage. Wir stehen auf der Prachtstraße Rajpath, um uns herum lauter Inder, die ehrfürchtig zu den monumentalen Regierungsgebäuden blicken. Apropos Appetit: Mittags erwarten uns Leckereien der Moghulküche. Dazu vielleicht ein köstlicher Lassi? Auf dem Weg zum Hotel legen wir noch einen relaxten Zwischenstopp ein: Humayuns Grabmal° - wunderschön, riesengroß und ganz idyllisch in eine herrliche Gartenanlage mit kleinen Wasserkanälen und schattigen Bäumen eingebettet. Den Rest des Tages ist Freizeit zum Eingewöhnen angesagt. Sharmans Tipps für Unermüdliche: Für ein paar Rupien mit dem Tuk-Tuk zum nahen, modern-schlichten Lotustempel. Oder einfach nebenan auf ein Frappé ins Café Coffee Day, der indischen Variante von Starbucks & Co. - auch das ist Indien 2017! (M)

    3. Tag, Freitag, 29.12.2017: DELHI

    Marco Polo Live

    Für Frühaufsteher gibt es heute die Chance auf ein außergewöhnliches Highlight: warm anziehen, Delhi kann zu dieser Uhrzeit Ende Dezember ganz schön "chilly" sein, dann auf zur morgendlichen Radtour durch Old Delhi (39 €, Englisch sprechende Leitung, nur bis drei Wochen vor Abreise buchbar). Die Stadt erwacht langsam, noch meistern wir mit etwas Mut den Verkehr - und manchmal nehmen wir auch einfach die Abkürzung durch schmale Gassen. Zwischendurch erklimmen wir das Dach eines Gewürzspeichers, genießen von oben den Blick auf die Basarviertel, trinken einen Chai am Straßenrand und frühstücken schließlich mitten unter Indern Mutton Dopiaza, Nan-Brot & Co.

    Anschließend trifft sich die ganze Gruppe zum gemeinsamen Abtauchen in die Gassen Delhis - mit unserem Scout finden wir auch den Weg vor die größte Moschee Indiens und zu einem Sikh-Tempel. Allein dessen Großküche ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Danach Freizeit, vielleicht für Stadtteilleben à la Delhi? Die Sari-Boutiquen im Viertel Shahpur Jat sind so farbenfroh wie ein ganzes Bollywood-Movie, und in den Restaurants und Bars im Hauz Khas Village wird eine Freitagnacht schon mal lang ... (F)

    4. Tag, Samstag, 30.12.2017: DELHI - JAIPUR
    Road to Rajasthan

    Abschied auf Zeit: Am Vormittag verlassen wir die 25-Millionen-Metropole - unser Bus rollt in den legendären Wüstenstaat Rajasthan. Dorthin, wo uns auch heute noch auf der Landstraße Kamelfuhrwerke begegnen können und vor allem die Frauen mit ihren leuchtend bunten Kleidern genau das Indien verkörpern, das wir uns immer vorgestellt haben. In einem kleinen Dorf außerhalb von Jaipur erwartet uns eine geschmackvolle Oase: der Sirsi Haveli. Uns kommt unwillkürlich das "Best Exotic Marigold Hotel" in den Sinn, das doch auch hier irgendwo sein müsste ... "Das gibt's nur im Film", erzählt uns Sharman, "aber gerade in Rajasthan gibt es viele historische Gebäude, die in hübsche Unterkünfte umgewandelt wurden - und nicht selten von Adligen persönlich geführt werden." (F/A)

    5. Tag, Sonntag, 31.12.2017: JAIPUR
    Pink City

    Ob uns die Dorfhähne ausschlafen lassen? Nach dem Frühstück besuchen wir Fort Amber°: Durch Höfe, Gänge und über Stiegen geht es immer weiter hinauf bis zum Maharadscha-Blick auf die mächtige Anlage und das umliegende Hügelland. Ein paar Kilometer weiter finden wir uns im Trubel Jaipurs wieder! Im Basar wird trotz Silvester munter gehandelt, vor der märchenhaften Fassade des Palastes der Winde klingeln Fahrradrikschas um die Wette und wir sind mittendrin. Nebenan schauen wir im Stadtpalast° und dem berühmten Freiluftobservatorium° vorbei, dann ist Freizeit bei unserem Haveli angesagt. Wir schauen uns auf eigene Faust im Dorf um, genießen die Atmosphäre und freuen uns schon auf den Abend: Ganz weit weg von städtischer Hektik feiern wir hier unser indisches Silvester! (F)

    6. Tag, Montag, 01.01.2018: JAIPUR - AGRA
    The simple life

    Neues Jahr, neues Ziel - wir verabschieden uns von unseren Gastgebern: Der Busfahrer nimmt die Landstraße gen Osten durch die Weiten Rajasthans. Kleine Dörfer, Frauen in leuchtend bunten Saris und sicherlich das ein oder andere Kamelfuhrwerk bestimmen die spannenden Ausblicke aus dem Busfenster. Für Wasser muss man hier ganz schön tief bohren - aber selbst daraus haben die Inder eine Kunst gemacht: Der Stufenbrunnen° in Abhaneri ist ein echter Hingucker! Dann noch ein Stopp bei der Geisterstadt Fatehpur Sikri°, und schon erreichen wir unser Tagesziel Agra. (F/A)

    7. Tag, Dienstag, 02.01.2018: AGRA - DELHI
    Das Taj Mahal

    Sightseeing auf nüchternen Magen? Heute schon! Zum Sonnenaufgang stehen wir vor dem vielleicht schönsten Grabmal der Welt, dem Taj Mahal° und genießen die ganz besondere Atmosphäre, während die Anlage langsam zum Leben erwacht. Frühstücks im Hotel, dann nimmt uns Sharman mit auf einen Geschichtrip ins rot leuchtenden Agra Fort und für eine andere Perspektive aufs Taj Mahal ans Ufer des Yamuna. Anschließend über die Autobahn zurück nach Delhi. Praktisch: Unser Hotel liegt ganz in der Nähe des Flughafens, so schlagen wir am nächsten Tag dem berüchtigten Berufsverkehr ein Schnippchen. (F)

    8. Tag, Mittwoch, 03.01.2018: RÜCKFLUG VON DELHI

    Transfer zum nahen Flughafen und mittags Rückflug mit Air India nach Frankfurt (nonstop, Flugdauer ca. 8 Std.). Ankunft am Abend. (F)

    ° Die Eintrittsgelder der gekennzeichneten Besichtigungspunkte in Höhe von ca. 50 € sind nicht im Reisepreis enthalten.

    M: Mittagessen, F: Frühstück, A: Abendessen

    price

    Im angegebenen Zeitraum bieten wir keine Abreisetermine an.

    Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

    Hotels/Unterkünfte

    Ort Nächte Hotel/​Landeskategorie
    Delhi 2 The Suryaa*****
    Jaipur 2 Sirsi HaveliHeritage
    Agra 1 Clarks Shiraz*****
    Delhi-Aerocity 1 Holiday Inn Intl. Airport****
  • Verfügbare Termine

    Termine 2017 DZ * EZ *
    27.12.–03.01. Dieser Termin ist nicht mehr buchbar 1299 (ca. 1517 CHF) 1538 (ca. 1796 CHF)

    * Ab-Preise pro Person in €

    Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 20.11.2017 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

    Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

    Es besteht ein Absagevorbehalt bei Nichterreichen der jeweiligen Mindestteilnehmerzahl bis zum 21. Tag vor Reisebeginn.

    IM REISEPREIS ENTHALTEN

    • Linienflug (Economy) mit Air India von Frankfurt nach Delhi und zurück sowie Flug- und Sicherheitsgebühren (ca. 95 €); bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
    • Transfers, Ausflüge und Rundreise mit landesüblichen Bussen, Taxis und Tuk-Tuks
    • Unterbringung im Doppelzimmer mit Dusche/Bad/WC in den genannten Hotels
    • Mahlzeiten wie im Tagesprogramm spezifiziert (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen)
    • Klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten
    • Reiseliteratur (ca. 15 €)
    • Deutsch sprechende Marco Polo Reisebegleitung
    • Nicht enthaltene Extras: Eintritte (ca. 50 €) und zusätzliche Ausflüge und Veranstaltungen, die als Gelegenheit, Möglichkeit oder Wunsch beschrieben sind.
  • Wenn du eine Reise aus dem Marco Polo-Angebot buchst, erhältst du von uns mit deiner Buchungsbestätigung auch aktuelle Informationen zu deiner Route. Für deine Reiseplanung haben wir einen Auszug daraus – die Hinweise zu Sicherheit und Gesundheit – hier für dich zusammengestellt.

    REISEPAPIERE & IMPFUNGEN 

    Reisepass und Visum erforderlich, das wir gerne für Gäste mit Wohnsitz in Deutschland oder Österreich beantragen (Frist 5 Wochen), das du aber auch bei Erfüllung verschiedener Voraussetzungen online bei der Botschaft von Indien beantragen kannst. Den aktuell anwendbaren Preis für unseren Service entnimmst du bitte der Rubrik "Zusätzlich buchbare Extras", sobald du einen Reisetermin und die Unterkunftsart ausgewählt hast. Keine Impfungen vorgeschrieben.

    Einreisebestimmungen 

    Für die Einreise nach Indien benötigst du ein Visum.

    Für zahlreiche Nationalitäten (u.a. Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Schweiz - weitere Nationalitäten auf https://indianvisaonline.gov.in/visa/tvoa.html) kann dieses Visum als elektronisches Visum beantragt werden.

    Die Kosten für das Visum und seine Besorgung sind nicht im Reisepreis enthalten. Gehörst du zu einer der Nationalitäten, die für das ¿e-Tourist Visa¿ zugelassen sind, übernehmen wir die Besorgung des Visums gerne für dich. Die für diesen Service anfallenden Kosten kannst du dem Abschnitt ¿Zusätzlich buchbare Extras¿ der Reiseausschreibung entnehmen.

    erforderliches Reisedokument: Reisepass

    Mindestgültigkeit: 6 Monate über das Reiseende

    Anzahl freie Seiten: 2 (S.5 und letzte Umschlagseite werden nicht gezählt)

    Einsendefrist bei Marco Polo: 5 Wochen vor Reisebeginn

    einzusendende Unterlagen: - gut lesbare, farbige Kopie Ihres Reisepasses (Seite

    mit Passbild)

    - ausgefüllter Fragebogen A ¿Angaben zum e-Tourist Visa¿

    - 1 biometrisches Passbild in Farbe

    (Format 5cm x 5cm, Amerikanisches Format),

    mit weißem Hintergrund

    Passbilder: Das Format 5cm x 5cm wird von vielen Fotoautomaten nicht angeboten oder eingehalten. Das indische Außenministerium akzeptiert keine anderen Formate! Zudem wird großen Wert auf die gute Qualität der Passfotos und einen weißen Hintergrund gelegt. Verzichten Sie daher bitte auf selbst ausgedruckte Fotos.

    Hast du eine Nationalität, die nicht für das ¿e-Tourist Visa¿ zugelassen ist, dann können wir das Visum für dich nicht beantragen. Wir bitten dich deshalb, deine Visumunterlagen an die für dich zuständige Botschaft zu senden.

    Bitte schicke uns trotzdem schnellstmöglich und bis spätestens 12 Wochen vor Abreise den Fragebogen B ¿Angaben für Selbstbesorger¿ zu, da wir die Angaben dringend zur Erstellung einer Visaliste für die örtliche Agentur benötigen.

  • Wenn du eine Reise aus dem Marco Polo-Angebot buchst, erhältst du von uns mit deiner Buchungsbestätigung auch aktuelle Informationen zu deiner Route. Für deine Reiseplanung haben wir einen Auszug daraus – die Hinweise zu Sicherheit und Gesundheit – hier für dich zusammengestellt.

    Gesund & munter

    Das solltest du generell sein, wenn du eine Reise antrittst. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhältst du insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

    Sicherheit geht vor! 

    Wir übersenden dir anbei eine detaillierte Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage deines Reiselandes, sowie den aktuell geltenden Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes.

    Gesundheitshinweise 

    Im folgenden Text erhältst du die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die du auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen findest.

    Falls du Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz deiner Gesundheit auf der Reise hast, wende dich bitte an deinen Hausarzt oder an ein Gesundheitsamt in deiner Nähe.

    Die Beratungsstelle des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Du wirst zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann deine individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

    Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen 

    Bitte beachte, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

    Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

    - zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;

    - auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;

    - immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen;

    - trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

    Indien 

    Unverändert gültig seit: 9. November 2017

    Aktueller medizinischer Hinweis

    Zika-Virus-Infektion

    Es gibt Hinweise, dass das Zika-Virus auch in Indien landesweit zirkuliert. 2016 und 2017 traten im Bundesstaat Gujarat erste Erkrankungen auf, wie die WHO im Mai 2017 bekannt gab. Größere Ausbrüche wurden nicht beobachtet. Das Infektionsrisiko ist daher für Reisende - außerhalb von Ausbruchsituationen - als gering einzuschätzen.

    Zika-Virus-Infektionen verlaufen ähnlich wie Dengue-Fieber. Für ungeborene Kinder können sie aber eine besondere Gefahr darstellen. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.

    Auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sollte geachtet werden, siehe auch: Schutzmaßnahmen Mückenstiche <http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/726576/publicationFile/212974/ExpositionsprophylaxeInsektenstiche.pdf>. Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf folgendem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: Merkblatt Zika-Virus-Infektion <http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/722280/publicationFile/212104/Zika-Virus.pdf>

    Impfschutz

    Ab 1. März 2014 wird bei Einreise aus Ländern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und Ländern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (Äthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (früher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht jünger als sechs Wochen und nicht älter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. jährlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuführen.

    Das indische Gesundheitsministerium führte dazu klärend aus, dass der Impfnachweis für Ausländer, z. B. deutsche Staatsbürger, die in den sieben polio-infizierten Ländern leben und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich für Ausländer, z. B. deutsche Staatsbürger, die in Indien leben und in polio-infizierte Länder reisen (http://mohfw.nic.in/showfile.php?lid=2634).

    Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

    Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen,

    Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung), ggf. auch Masern, Mumps, Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

    Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY, und Japanische Encephalitis empfohlen.

    Durchfall- und Darmerkrankungen

    Durchfallerkrankungen sind überall im Land ganzjährig häufig. Leitungswasser hat auch in Städten oft keine Trinkwasserqualität. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getränke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. Für das Waschen von Obst und Gemüse oder zum Zähneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

    Das Infektionsrisiko für Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Amöben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen oder Händedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln können die Gefahr einer Infektion vermindern.

    Cholera

    Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der üblichen Hygieneregeln aber für Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verfügung, wird aber nicht generell empfohlen.

    Malaria

    Die Übertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer ähnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverlässig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Schäden oder Beschwerden kommt.

    Außer in Höhenlagen über ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzjährig ein mittleres Übertragungsrisiko für Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten während und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die großen Städte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

    Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am höchsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach Süden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in über der Hälfte der Fälle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.

    Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechmücken (Expositionsprophylaxe), insbesondere während der Dämmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.

    - Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,

    - Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und

    - Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder

    - Der Aufenthalt in Mücken-geschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

    vermindern das Risiko einer Übertragung deutlich und schützen auch vor anderen stechmückenübertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmefällen zu erwägen. Aufgrund des Risikos in Indien, gefälschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitführen eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und mögliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten, müssen entsprechend dem Reiseverlauf und persönlichen Umständen mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

    Dengue Fieber

    Dengue Fieber wird durch tagaktive Mücken übertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und können mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelfällen können schwere Verläufe mit ernsthaften Gesundheitsschäden oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe, wie oben für Malaria beschrieben, ist die einzige mögliche Schutzmaßnahme.

    Dengue Fieber kommt landesweit, besonders an den Küsten, aber auch in Städten und in Höhenlagen bis ca. 1.500 Metern vor. Während und nach dem Monsun steigen die Fallzahlen. 2015 ist der Ausbruch in der Hauptstadt New Delhi deutlich stärker als in den Vorjahren.

    Chikungunya

    Chikungunya wird durch den Stich tagaktiver Mücken übertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und können mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe, wie oben für Malaria beschrieben, ist die einzige mögliche Schutzmaßnahme. Chikungunya kommt zunehmend während und unmittelbar nach der Regenzeit und besonders in den bevölkerungsreichen Küstengebieten und den großen Metropolen vor.

    Japanische Encephalitis

    Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgfältiger Mückenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes Übertragungsrisiko für JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum gehäuften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentzündungen, deren Ursache nicht immer eindeutig geklärt werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. 2011 kam es auch in New Delhi zu einem kleinen Ausbruch von JE, der mit Beginn des Winters abgeflaut ist.

    Grippe (Saisonale Influenza)

    Die saisonalen Influenzaviren, einschließlich der neuen Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe), zirkulieren in Nordindien in den Wintermonaten. Im Süden sind Grippeviren in deutlich geringerer Häufigkeit ganzjährig nachweisbar. 2010/2011 und 2014/2015 kam es zu einer Häufung von Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe) Fällen, vor allem in Delhi und in den Bundesstaaten Haryana, Maharashtra, Andhra Pradesh, Gujarat und Rajastan.

    Tollwut

    Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Affen können ebenfalls Tollwut übertragen und sollten niemals gefüttert werden. Die notwendigen, medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen bei Ungeimpften sind in Indien außerhalb der Großstädte, z.B. auch auf den Trekkingrouten im Norden, nicht immer möglich, eine ununterbrochene Kühlkette der Impfstoffe ist nicht überall gewährleistet. Zuverlässigen Schutz vor Tollwut bietet die vorbeugende Impfung. Sie ist für Indienreisende besonders wichtig.

    Tuberkulose

    Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger.

    HIV/ AIDS/Geschlechtskrankheiten

    Durch sexuelle Kontakte, bei intravenösem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) durch Tätowierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen. In Indien ist in den letzten Jahren die Zahl der Infektionen hauptsächlich durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr sprunghaft angestiegen.

    Geographisch bedingte Erkrankungen

    Nordindien ist ein beliebtes Reiseziel für Trekkingtouristen, die in große Höhen aufsteigen. Oft reicht die Zeit nicht für eine stufenweise Höhenanpassung. Verschiedene Formen von akuter Höhenkrankheit sind möglich.

    Höhenkrankheit tritt besonders bei raschem Aufstieg auf über 2.300 m auf. Sie kann zu potentiell sehr gefährlichen Funktionsstörung von Lunge und Gehirn führen. Erkranken können auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, selbst wenn sie früher große Höhen und rasche Aufstiege ohne Probleme bewältigt haben. Todesfälle sind möglich.

    Beschwerden, die auf eine beginnende Höhenkrankheit hinweisen können, sind: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehstörungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverzüglich mit dem Abstieg begonnen werden - nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Frühsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollständig verschwinden.

    Vor Reisen in große Höhen (über 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endgültigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen höhenmedizinisch erfahrenen Arzt, der vielleicht auch ein Medikament zur Vorbeugung verordnet. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z.B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

    Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen weitere Risiken für den Reisenden in großer Höhe. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge kann es an gefährdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Berghängen kommen.

    Für die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Indien nach Kenntnis der deutschen Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die Möglichkeit einer Evakuierung durch das indische Militär, die sich sehr bürokratisch und zeitaufwändig gestaltet. Die Alarmierung kann je nach Unfallort oft nur sehr verzögert erfolgen, die Benutzung von Satellitentelefonen ist in Indien strikt verboten. Es können trotz großem Zeitdruck aufgrund einzuholender Genehmigungen diverser staatlicher Stellen vor allem am Wochenende mitunter mehrere Tage vergehen, bis ein Suchtrupp oder ein Helikopter dann einsatzbereit sind. Witterungsbedingt sind die Fluggeräte nicht immer einsatzbereit und können meist nur in einem sehr engen Zeitfenster frühmorgens starten. Die Kostenübernahme einer Rettung muss in jedem Fall vor dem Start der Rettungsaktion geklärt sein und ist in der Regel zunächst vom Verunglückten selbst zu tragen.

    Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach Rücksprache mit einem Reisemediziner beim Trekking immer mitzuführen.

    Im Süden des Landes ist die Sonneneinstrahlung wegen der Äquatornähe besonders intensiv. Unangenehme und langfristig gefährliche Sonnenbrände sind häufig. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und älteren Personen geachtet werden.

    Gefährliche Strömungen führen an den Küsten immer wieder zu Badeunfällen. Warnungen an den Stränden sind unbedingt zu beachten. Kinder sollten an Stränden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).

    Weitere Gesundheitsgefahren

    Technische Überwachungen der Fahrzeuge, wie in Mitteleuropa üblich, werden in Indien nicht durchgeführt. Verkehrsregeln werden von der großen Mehrheit der Fahrer missachtet. Schwere Verkehrsunfälle sind insbesondere bei Überlandfahrten häufig. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, kann in weiten Landesteilen nicht gewährleistet werden, ein zuverlässig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den Städten nicht überall existent. Gehwege existieren häufig nicht oder bergen erhebliche Unfallgefahren wie unerwartete Stolperfallen oder nicht gesicherte oder gekennzeichnete Baugruben.

    Die Luftverschmutzung in den Städten hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Delhi und Kalkutta kommt es in den Wintermonaten außerdem zu einer hohen Belastung der Luft durch Verbrennungsrückstände und Qualm. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD können sich dadurch erheblich verschlechtern.

    Über die aktuellen Luftwerte kann man sich im Internet bzw. mittels Smartphone Apps informieren, bspw. auf www.acicn.org/map/india <http://www.acicn.org/map/india> (Auflistung verschiedene Luftwerte Mess-Stationen in Indien) oder <http://www.dpccairdata.com/> (Mess-Stationen der Landesregierung von Delhi).

    Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und während einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gewährleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht! In solchen Fällen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepläne ausführlich mit ihrem behandelnden Arzt.

    Medizinische Versorgung

    Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europäischem Standard. Sprachbarrieren können gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In den großen Städten ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen und sehr hohen Niveau und damit auch deutlich teurer. Zahlreiche Patienten aus der ganzen Welt kommen zu planbaren Behandlungen und Operationen ins Land. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der großen urbanen Kliniken erwogen werden. Dort ist es üblich, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Indien bewusst sein.

    Die Versorgung mit zuverlässigen Medikamenten und eine ununterbrochene Kühlkette sind nicht überall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gefälschte Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Indien mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der großen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverlässiger Medikamente an. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegenüber häufig eingesetzten Antibiotika auf.

    Die deutsche Botschaft in Neu Delhi und die Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kalkutta und Mumbai verfügen für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der jeweiligen Stadt.

    Aktueller Gesundheitshinweis 

    In Indien ist in mehreren Fällen der hochpathogene H5N1-Virus bei Zuchtgeflügel aufgetreten. Daher empfehlen wir unbedingt, jeden Kontakt zu lebendem Geflügel zu meiden: Dieser kann z.B. beim Besuch von Marktbereichen, in denen mit lebendem Geflügel gehandelt wird, bestehen.

    Des Weiteren verzichten wir bei allen unseren Indien-Reisen auf den Besuch von Märkten, in denen mit lebendem Geflügel gehandelt wird. Obwohl der Verzehr von gut gegartem Geflügelfleisch und gekochten Eiern als unbedenklich gilt, haben wir vorsorglich unsere Leistungspartner angewiesen, bis auf Weiteres auf unseren Reisen nach Indien kein Geflügelfleisch zu servieren.

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