Bolivien: Auswärtiges Amt hebt dringendes Abraten für La Paz auf
Seit Anfang Mai kam es in Bolivien zu verschiedenen Protestaktionen und Straßenblockaden. Diese konzentrierten sich vor allem auf die Zufahrtsstraßen auf La Paz, dem Sitz der bolivianischen Regierung. Wiederholt hat es in dieser Region teilweise gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gegeben. Die Proteste richteten sich gegen unterschiedliche Reformpläne der seit November amtierenden neoliberalen Regierung Paz Pereira. Sie fanden während und wegen einer anhaltenden Wirtschaftskrise sowie steigender Lebenshaltungskosten statt.
Vor diesem Hintergrund hatte das Auswärtige Amt seinen Reise- und Sicherheitshinweis am 16. Mai verschärft und dringend von Reisen ins Departamento La Paz abgeraten.
Am 19. Juni haben Vertreter der Regierung und des zentralen Gewerkschaftsverbands eine Vereinbarung zur friedlichen Verhandlung der kritischen Fragen getroffen – in Verbindung mit einem Ende der umfangreichen Protest- und Blockadeaktionen. Infolge dieses Abkommens konnten die Verbindungswege nach La Paz wiederhergestellt werden. Der Verkehr sowie die Versorgung der Stadt kehren wieder zur Normalität zurück.
Das Auswärtige Amt hat am 24. Juni reagiert und das dringende Abraten für den Raum La Paz wieder aufgehoben.
Derzeit reisen keine Gäste von uns in Bolivien. Die nächsten Abreisen nach Bolivien sind in der zweiten Julihälfte geplant.
Wir gehen derzeit davon aus, dass wir unsere bevorstehenden Reisen nach Bolivien nun wieder wie geplant durchführen können. Dennoch bleibt die Lage vor Ort weiterhin volatil. Das Auswärtige Amt schreibt wie folgt:
„Das Risiko für neuerliche Proteste, Straßensperren sowie entsprechende Versorgungsengpässe bleibt landesweit in Bolivien erhöht. Erneute Blockaden können kurzfristig und ohne Vorankündigung entstehen.“
Daher beobachten wir gemeinsam mit unseren Partnern die weiteren Entwicklungen sehr aufmerksam und treffen auch kurzfristig Maßnahmen, die zur Sicherheit unserer Gäste notwendig sind. Während der Aufenthalte im Land meiden wir die Nähe zu jeder Art von Demonstrationen und Menschenansammlungen. Ggf. stellen wir das geplante Besichtigungsprogramm entsprechend um.
Für Umbuchungen und Stornierungen von Reisen der Unternehmensgruppe nach Bolivien gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Stand: 29. Juni 2026